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Junge Menschen riskieren Infektionen im Urlaub |
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Die Deutschen sind reiselustig – und leichtsinnig. Nach einer aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) würde sich nur jeder vierte Fernreisende gegen alle Krankheitserreger im Urlaubsgebiet impfen lassen. Immerhin 39 Prozent der Sachsen-Anhalter würden davon Gebrauch machen. Damit liegt man hierzulande rund zwölf Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Fast die Hälfte aller im Land Befragten würde sich jedoch nur dann impfen lassen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung sehr hoch ist. Am skeptischsten sind die Bayern. Dort wären nur 18 Prozent bereit für eine Reiseschutzimpfung.
Deutlich Unterschiede zeigen sich in den Altersgruppen. Bei jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren sprechen sich 23 Prozent für einen vollständigen Schutz gegen alle möglichen Infektionen aus. Im Gegensatz dazu sind ältere Menschen über 66 Jahren vorsichtiger: 29 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe gaben an, sich vor einer Fernreise gegen alle Krankheitserreger impfen zu lassen. Grundsätzlich würde jeder dritte Rentner lieber auf die Reise verzichten, als ein Risiko einzugehen. Eine Entscheidung, die nur ein Prozent der jungen Menschen befürwortet.
"Damit der Traumurlaub nicht zum Alptraum wird, sollten sich Fernreisende vor ihrem Urlaub umfassend über die Gesundheitsgefahren im Reisegebiet und notwendige Impfungen informieren", sagt Heike Grodde, Sprecherin der TK für Sachsen-Anhalt. Beim Impfen gilt: je früher, desto besser. Denn einige Impfungen erfordern mehrere Spritzen nach festem Zeitplan. Da sich manche Impfstoffe schlecht miteinander vertragen, können bei mehreren Impfungen mehrwöchige Zeitabstände nötig sein. "Ziel sollte es sein, spätestens vier Wochen vor der Reise die letzte Impfung abzuschließen. Jedoch sollten auch kurz entschlossene Last-Minute-Reisende nicht auf den Impfschutz verzichten. Auch eine Injektion kurz vor dem Abflug ist für manche Impfungen noch sinnvoll", so Grodde weiter.
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