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Projekt „Sternchenstunde“ wurde mit dem BKK VBU-Familienherz 2007 ausgezeichnet |
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Berlin, 4. Dezember 2007
Die Deutsche Kinderhilfe Direkt erhielt am 04.Dezember 2007 in den Räumlichkeiten der Charité -Universitätsmedizin Berlin einen Scheck über 3.000,-- Euro. Die Spende für das
Sternchenstunde-Projekt wurde von Anette Diederich, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins BKK VBU Familienherz e.V. und Mitglied der Geschäftsführung der BKK VBU überreicht.
Die Klinik für Neonatologie der Berliner Charité am Campus Charité Mitte betreut jährlich etwa 250 früh geborene Kinder, die am Beginn ihres Lebens einer intensiven medizinischen Behandlung bedürfen. Aufgrund des längeren Krankenhausaufenthaltes sind die unmittelbaren Kontakte zwischen Kind und Eltern besonders wichtig, denn sie sind mit entscheidend für den weiteren Lebensweg des Kindes. Vor diesem Hintergrund wurde in der Charité in Zusammenarbeit mit den Rehabilitationswissenschaften der Humboldt Universität Berlin und dem Frühchenprojekt der Deutschen Kinderhilfe Direkt e.V. die Idee des Projektes „Sternchenstunde“ geboren. Dabei können an den Pflegeplätzen der Kinder Kameras befestigt werden. Sie senden Aufnahmen vom Kind in das Internet, so dass die Eltern ihre Tochter oder ihren Sohn am Computer zu Hause, am Laptop unterwegs, vielleicht am Arbeitsplatz oder im Internetcafé anschauen können. Die Eltern werden hierbei durch das Stationspersonal sowie durch Pädagogen und Psychologen begleitet.
Seit 2003 zeichnet der gemeinnützige Verein BKK VBU „Familienherz“ Einrichtungen oder Projekte aus, die sich besonders um das Wohl und den Schutz der Familie verdient gemacht haben. "Das Projekt "Sternchenstunde" wird mit dem BKK VBU-Familienherz 2007 ausgezeichnet, weil es den Eltern und Geschwistern früh geborener Babys in den schwierigen Anfangswochen ihres gemeinsamen Lebens hilft, die für die weitere Lebensentwicklung so wichtige Bindung zueinander aufzubauen. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, dass angespannte Eltern Ruhemomente für sich und weitere Geschwisterkinder finden. Frühchen und deren Eltern haben in Deutschland immer noch nicht die Unterstützung, die sie für einen guten Start ins Leben brauchen. Mit der Auszeichnung will die BKK VBU auf die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft und ihre Probleme bzw. die ihrer Eltern aufmerksam machen,“ so Anette Diederich, Vorstandsvorsitzende des BKK VBU Familienherz e.V.
Begleitet wird das Projekt durch Ärzte und Schwestern der Klinik sowie durch Pädagogen und Psychologen. Die Eltern sollen durch diese neue Möglichkeit der Kontaktpflege mit ihrem Kind nicht beunruhigt werden, sondern diese genießen. Durch die „Sternchenstunde“ erhalten sie die Möglichkeit, die Bindung an ihr Kind zu intensivieren. OA Dr. med. Hannes Hammer, Komm. Direktor der Klinik für Neonatologie, unterstrich: „Der Aufbau einer Eltern- Kind-Beziehung wird bei Frühgeborenen durch den mitunter sehr langen Krankenhausaufenthalt deutlich beeinträchtigt. Deshalb suchen wir neben all dem medizinischen know how nach Möglichkeiten, diesem wichtigen Aspekt bei der Betreuung der Kinder zunehmend mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Sternchenstunde, also der virtuelle Besuch, soll die Anwesenheit der Eltern auf der Station keinesfalls ersetzen, sondern vielmehr ein zusätzlicher Baustein für die Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung sein.“
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe Direkt, RA Georg Ehrmann, betonte: „Frühgeborene sind weitaus häufiger Opfer von Gewalttaten, da zwischen ihnen und ihren Eltern eine Bindungsstörung vorliegt. Frühchenprojekt und ‚Sternchenstunde’ sind ohne jeden Zweifel Präventionsprojekte gegen Kindesmisshandlung.“
Pressekontakt:
Deutsche Kinderhilfe Direkt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heidi Fülle
Wilmersdorfer Str. 94
10629 Berlin
Tel.: (00 49) 030/24342940
eMail: fuelle@kinderhilfe.de
www.kinderhilfe.de
BKK VBU „Familienherz“ e.V.
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