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BKK Hoesch informiert: Keine Krankenkasse bleibt vom Zusatzbeitrag verschont! |
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Zum Ende des Jahres muss ich leider eine für uns alle schlechte Nachricht verbreiten. Bei der BKK Hoesch ist ein Zusatzbeitrag für 2011 nicht zu vermeiden. Nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen wird der Zusatzbeitrag als fester Euro-Betrag für alle Mitglieder erhoben. Bei Redaktionsschluss stand die genaue Höhe und die erste Fälligkeit noch nicht fest, da die Beratungen mit dem Bundesversicherungsamt – unserer Aufsichtsbehörde - noch nicht abgeschlossen waren. Sobald Klarheit in diesen Punkten besteht, werden wir Sie alle noch einmal persönlich informieren.
Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig. So ist es uns nicht gelungen, trotz guter Leistungen, die deutlich über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hinausgehen, die Verluste von rund 3000 Mitgliedern pro Jahr durch die Werbung neuer Mitglieder auszugleichen. Die Mitgliederverluste sind im wesentlichen Ergebnis der vielen Sterbefälle unserer stark überalterten Versichertenstruktur. Einhergehend mit den Versichertenverlusten sinken unsere Einnahmen.
Ein weiterer Nachteil unserer im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich älteren Versichertenstruktur spiegelt sich in den Ausgaben wieder. Alte Menschen leiden häufiger an schweren und chronischen Erkrankungen. Der medizinische Fortschritt ermöglicht uns allen ein längeres Leben. Das ist gut und richtig so – und darf keinesfalls in Frage gestellt werden. Aber dies führt zu höheren Kosten in der Krankenversicherung. In der Konsequenz bedeutet das für die BKK Hoesch, dass unsere Ausgaben überdurchschnittlich hoch sind.
Die Politik behauptet, mit Einführung des Gesundheitsfonds ständen den Kassen ausreichend Mittel zur Verfügung. Das Finanzierungssystem würde die Aufwendungen der Kassen für Kranke gerechter ausgleichen. Das ist nicht der Fall! Der Fonds bevorzugt mehr denn je die Kassen mit gesunden Versicherten. Hinzu kommt, dass der Fonds lediglich die auf Bundesebene durchschnittlichen Kosten ausgleicht – nicht die Kosten, die der Kasse tatsächlich entstehenden. Damit wird das Ungleichgewicht von Einnahmen und Ausgaben weiter verschärft. Aus eigenen Mitteln können wir diese Mehrbelastungen nicht länger ausgleichen.
Liebe Versicherte, die politische Absicht ist es, die Versicherten zukünftig weitaus stärker an den Gesundheitskosten zu beteiligen. Dieser Weg ist mit der Aufgabe der paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge im Jahr 2005 eingeleitet worden. Seitdem zahlen die Versicherten einen um 0,9 Prozentpunkte höheren Beitragssatz als die Arbeitgeber. Dieser Grundeinstellung folgt die Politik im kommenden Jahr verstärkt. Durch die Festschreibung des Arbeitgeberbeitrags zur Krankenversicherung gehen zukünftig Kostensteigerungen ausschließlich zu Lasten der Versicherten. Keine Krankenkasse wird daher dauerhaft von Zusatzbeiträgen verschont bleiben. In der Konsequenz trifft das vor allem die Alten und Kranken.
Liebe Versicherte, ich weiß, dass viele von Ihnen nun überlegen werden, ob sie der BKK Hoesch den Rücken kehren sollen. Ich bitte Sie, dies in Ruhe zu überlegen. Wir werden Ihnen auch in Zukunft das Mehr an Leistungen bieten, das Sie gewohnt sind und das Ihnen für Ihre Versorgung viele Vorteile bietet. Bei Fragen wenden Sie sich gern an uns unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 8 738 740.
Ich wünsche Ihnen, trotz der schlechten Nachrichten, ein gesundes neues Jahr.
Ihr
Uwe Gehrig
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