|
Zahl der Kaiserschnitt nimmt weiter zu |
|
2009 erblickten mehr als 33 Prozent Kinder per Skalpell das Licht der Welt
Hamburg, 09. März 2010. Der Kaiserschnitt ist längst zu einem Routineeingriff in der Geburtsmedizin geworden. Das belegen auch aktuelle Daten der DAK: Während 2005 noch 29,5 Prozent der Versicherten per Kaiserschnitt entbunden haben, stieg im Jahr 2007 die Zahl auf 31,5 Prozent und im vergangenen Jahr erblickten sogar 33,2 Prozent der Babys per Skalpell das Licht. Selbst wenn medizinisch gesehen gar nichts gegen eine vaginale Geburt spricht, ziehen es scheinbar immer mehr werdende Mütter vor, die Geburt ihres Kindes auf dem Operationstisch anstatt im Kreißsaal zu erleben.
Und dieser Trend sorgt für Diskussionen. Ursprünglich galt der Kaiserschnitt als eine Notfallmaßnahme, wenn Gefahr für Mutter und Kind besteht. Doch medizinische Gründe scheinen bei der Wahl der Geburtsmethode immer öfter in den Hintergrund zu treten. Angst vor Geburtsschmerzen, vor einem Dammriss oder auch Inkontinenz sind für viele Mütter in spe ein Grund, sich lieber gleich für einen Wunsch-Kaiserschnitt zu entscheiden. Rund zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin holen Ärzte bei dieser Geburtsmethode das Kind auf die Welt. Ganz problemlos wie es scheint. Doch die gut planbare Geburt hat auch Nebeneffekte: „Im Normalfall ist die Komplikationsrate beim Kaiserschnitt aufgrund verbesserter Schnitt- und Narkosetechnik natürlich minimal“, sagt Dr. Christiane Kutter-Deest, Fachärztin für Frauenheilkunde und DAK-Expertin. „Dennoch bestehen für die Mutter dieselben Risiken wie bei jeder anderen OP auch: Narkosezwischenfälle, Blutungen und Infektionen.“ Und auch noch Jahre später haben betroffene Frauen mitunter Schmerzen oder leiden unter dem verpassten Geburtserlebnis. Frauen, die sich also überlegen per Kaiserschnitt zu entbinden, sollten sich deshalb vorab gut über die Geburt per Skalpell informieren.
Mit ihrem neuen Online-Angebot „Willkommen Baby“ unter www.willkommenbaby.dak.de will die DAK zudem das Selbstvertrauen der werdenden Mütter stärken und sie ermutigen, sich für eine normale Geburt zu entscheiden. Die Kasse begleitet die Schwangeren intensiv bis zur Entbindung mit fundierten Informationen und Empfehlungen passend zum Schwangerschaftsstadium. „Wissen ist der beste Angstkiller. Wer gut informiert ist, kann den durch Schwangerschaft und Entbindung bedingten Veränderungen gelassener begegnen“, sagt DAK-Gesundheitsexperte Peter Rowohlt. Das DAK-Portal biete auch die Möglichkeit, im Rahmen einer Community mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und so Ängste abzubauen. „Für werdende Mütter ist es wichtig, sich über ihre Probleme, Fragen und Gedanken auszutauschen. Wie unsere Studie zeigt, favorisiert mehr als die Hälfte der Schwangeren dafür andere Schwangere und Mütter.“
Für DAK-Versicherte liefert „Willkommen Baby“ eine Reihe konkreter Unterstützungsangebote, wie einen Ernährungsplaner mit Rezeptvorschlägen und passender Einkaufsliste, einen Stresstest sowie die persönliche Beratung durch ein unabhängiges Expertenteam. Entspannungstipps und auf das Schwangerschaftsstadium abgestimmte Bewegungsempfehlungen sollen die körperliche Fitness der werdenden Mütter stärken. „Mit unserem Angebot sensibilisieren wir die Schwangeren dafür, dass sie mit Eigenverantwortung zu einem optimalen Schwangerschaftsverlauf beitragen können“, betont DAK-Experte Rowohlt.
Texte und kostenlose Fotos können Sie unter www.presse.dak.de downloaden.
Die DAK-Pressestelle twittert. Folgen Sie uns unter www.twitter.com/dak_presse
|