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HEK-Hanseatische Krankenkasse

    

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Pressemitteilungen der HEK-Hanseatische Krankenkasse - Ersatzkrankenkassen
Von wegen Zuckertüte: gesunder Schulstart 2010

Die Schultüte soll die Einschulung „versüßen“. Doch das sollten Sie nicht zu wörtlich nehmen. Lesen Sie, wie Sie für einen möglichst gesunden Schulstart sorgen, beim Inhalt der Schultüte, aber auch bei Ranzen, Pult und Schulweg.
Erich Kästner beschrieb in seinen Kindheitserinnerungen die bunte, spitze Tüte, die er am ersten Schultag erhielt, als „Zuckertüte“. Auch heute wird die Schultüte noch in einigen Regionen Deutschlands so genannt. Schließlich füllte man sie traditionellerweise prall mit Süßigkeiten.

Spielen statt naschen
Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn in der Schultüte ein paar süße Überraschungen stecken. Diese sollten aber nur einen kleinen Teil des Inhalts ausmachen. Schließlich können zu viele Süßigkeiten den Zähnen schaden und dick machen. Bestücken Sie die Schultüten daher auch mit Nüssen, Trockenobst, Vollkorngebäck oder Reiswaffeln – sowie mit praktischen Utensilien für den Schulalltag und kleinen Spielsachen!

Wählen Sie Dinge aus, die den Bewegungsdrang der Kinder unterstützen. Schließlich beginnt mit der Schule auch die Pflicht zum Stillsitzen. Damit das funktionieren kann, müssen Erstklässler sich in den Pausen und nach dem Unterricht austoben. Geeignet für eine Schultüte sind daher insbesondere ein kleiner Ball, ein Hüpfseil, eine Packung Straßenkreide oder andere Dinge, die Lust auf Bewegung im Freien machen. Eine reine „Zuckertüte“ ist zum Schulanfang jedenfalls das falsche Signal.

Schulranzen ergonomisch auswählen
Neben der Schultüte erhalten die Erstklässler zum Schulanfang auch ihren ersten Schulranzen. Weil die Kinder in dem Ranzen zum Teil schwere Bücher transportieren, sollten Sie ihn nach ergonomischen Kriterien auswählen. Rucksäcke kommen für Schulanfänger nicht in Frage: Denn der in diesem Alter noch besonders verformbare Rücken braucht eine starre Rückwand.

Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:

* Stufenlos verstellbare Tragegurte
Nur das garantiert optimalen Sitz. Denn sind die Tragegurte zu lang, „zieht“ der Ranzen den Rücken nach hinten. Es droht ein Hohlkreuz. Sind die Gurte zu kurz, werden die Schultern nach vorne gedrückt. Die Folge ist ein Rundrücken. Richtig eingestellt sind die Träger, wenn der Ranzen senkrecht am Rücken anliegt und sich weder nach hinten oder nach vorne neigt. Wichtig: Die beiden Tragegurte müssen immer gleich lang eingestellt sein.
* Breite Tragegurte
Die Gurte sollten mindestens vier Zentimeter breit sein, damit sich das Gewicht ausreichend verteilen kann.
* Polster an den Trägern und am Rücken
Das verhindert Druckstellen und sorgt für einen angenehmen Sitz.
* DIN 58124
Diese Norm gewährleistet bestimmte Mindeststandards, u.a.: 20 Prozent der Fläche müssen mit Licht reflektierenden Leuchtfarben versehen sein.

Nehmen Sie Ihr Kind zum Ranzenkauf mit. Nur so können Sie sicher gehen, dass der Ranzen optimal sitzt. Außerdem soll er ja auch den Geschmack Ihres Kindes treffen.

Verstellbare Möbel für wachsende Kinder
Weil jeder Mensch unterschiedlich geformt ist, muss die Büroeinrichtung individuell eingestellt werden können. Das gilt natürlich erst recht bei Kindern: Schließlich wachsen sie noch, so dass sich ihre Körpermaße ständig ändern. Die Möbel müssen daher individuell einstellbar sein. Die wichtigsten Regeln dabei:

* Die Unterarme müssen bei aufrechtem Sitzen flach auf der Tischplatte aufliegen
* die Knie sollten annähernd in einem rechten Winkel gebeugt sein, wenn die Fußsohlen den Boden berühren
* ein Teil der Oberschenkel muss auf der Sitzfläche Platz finden
* die Rückenlehne sollte beweglich sein, so dass man seine Sitzposition variieren kann.

Tipp: Nehmen Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter zum Möbelkauf mit und testen Sie die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten. Schließlich müssen Sie schon nach wenigen Monaten gegebenenfalls nachjustieren.

Schulweg sicher einüben
Erstklässler nehmen häufig erstmals selbstständig am Verkehr teil. Das birgt natürlich Unfallgefahren. Mit folgenden Maßnahmen sorgen Sie für einen möglichst sicheren Schulweg:

* Wählen Sie den Weg so, dass möglichst wenig Straßen überquert werden müssen.
* Lassen sich Straßenüberquerungen nicht vermeiden, sollte der Übergang mit einer Ampel oder einem Zebrastreifen gesichert sein.
* Vermeiden Sie Eile. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Wohnung rechtzeitig verlässt, so dass es unterwegs nicht in Zeitnot gerät.
* Trainieren Sie den Schulweg. Laufen Sie ihn mehrmals gemeinsam ab – und lassen Sie sich dabei von Ihrem Kind führen.
* Nehmen Sie beim Ablaufen des Schulwegs auch immer wieder die Position Ihres Kindes ein. Denn manche Übergänge und Kreuzungen, die aus Erwachsenenperspektive übersichtlich erscheinen, können aus Sicht des kleineren Kindes ganz anders aussehen. Nur so können Sie überprüfen, ob die Route tatsächlich optimal ist.

Üben Sie außerdem rechtzeitig mit Ihren Kindern, wie man sich im Straßenverkehr verhält, insbesondere beim Überqueren einer Straße: Vor jeder Überquerung stehen bleiben, nach links und rechts schauen und erst, wenn die Straße sicher frei ist, auf die andere Seite gehen. Üben Sie dabei auch das Hören von Autos: Erkennt Ihr Kind bei geschlossenen Augen, ob sich ein Auto nähert? Wenn ja, aus welcher Richtung kommt es?

Auch bei grün nicht sofort losrennen
Erklären Sie Ihrem Kind, dass es wichtig ist, auch am Zebrastreifen oder einer grünen Ampel kurz zu prüfen, ob wirklich kein Auto kommt. Denn auch Autofahrer können träumen – und machen Fehler. Deswegen darf man nicht einfach so auf die Straße rennen, wenn die Fußgängerampel auf grün springt.

Die wichtigste Regel lautet außerdem: Seien Sie Vorbild. Denn nur, wenn Sie sich selbst immer an die Regeln halten, die Sie aufstellen bzw. erklären, werden sich ihre Kinder in jeder Situation daran halten.


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